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...als nächstes liest Du

jetzt ein paar tierische

Geschichten:

 

 

   

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Siegesflug eines Adlers.

 

Flieg junger Adler, flieg,

flieg mit den Anderen um den Sieg.

 

Und bist Du auch noch so klein,

so kannst Du doch der Sieger sein.

 

Heut warst Du im Ziel nur als Zweiter,

flogst vor lauter Wut ganz schnell weiter.

 

Doch keiner kommt immer als Erster ins Ziel,

sei nicht traurig deshalb, allzu viel.

 

Es kommen viele Tage noch,

und siegen kannst Du immernoch.

 

Flieg stolzer Adler, flieg ...

... fliegst diesmal mit dem kleinen Bruder um den Sieg.

 

Und heut’ hast Du den Sieg errungen,

dieser Flug ist Dir ganz toll gelungen.

 

Von nunan sollt es nur noch Siege geben,

und fast perfekt wär’ Dein Leben.

 

Doch inzwischen bist Du richtig groß,

drum such Dir nicht immer Jüngere bloß.

 

Gegen Schwächere zu siegen ist so leicht,

zeig, dass Deine Kraft auch gegen Größere reicht.

 

Und kommst Du ans Ziel erst als Zweiter,

so geht Dein Leben trotzdem weiter.

 

Flieg, großer Adler flieg, mit dem großen Bruder, flieg;

Doch fliege nicht nur um den Sieg.

 

Du musst auch mal verlieren können,

und anderen den Sieg dann gönnen.

 

Du musst auch gerne mal Verlierer sein,

sonst bist Du irgendwann mal ganz allein.

 

 

© Rosi M.

 

 

 

 

  

     

         

 

Nächte im Mai.

 

In einer kleinen Stadt am Rhein,

oder war’s vielleicht am Main?:

 

Es ist so zwischen drei – halb vier,

ein Kumpel trinkt sein letztes Bier,

 

da ist mitten in der Nacht,

die erste Amsel aufgewacht:

 

„Den Menschen spiel ich jetzt ’nen Streich,

ich wecke sie jetzt gleich.“

 

Sie singt ihr erstes Liedelein,

so herrlich und so fein.

 

Schon gehen die ersten Lichter an,

und die Amsel denkt sich dann:

 

„Macht ihr Euch keine Sorgen,

ich weck Euch alle vor dem Morgen.

 

Wenn ich nicht mehr schlafen kann,

warum sollen es die Anderen dann?“

 

Drum schreit sie, was die Kehle hält,

so dass der Freund vom Baume fällt.

 

Bald sind wohl alle Amseln wach,

und machen es der ersten nach:

 

Zusammen pfeifen sie jetzt um die Wett,

die Menschen finden’s gar nicht nett.

 

Manch einer macht sein Fenster ganz schnell zu,

damit er findet noch ein wenig Ruh’.

 

Nun ist’s so gegen sechs,

die Amsel denkt: „Jetzt hol mich doch die Hex,

 

jetzt hab ich die Menschen wach gemacht,

und kaum einer hat darüber gelacht.

 

Es wär’ zu schön gewesen,

bekäm ich für meinen Gesang auch Spesen.

 

Ein wenig Schlaf tät mir jetzt gut,

drum hab ich auch den Mut,

 

ich mach ganz fest die Äuglein zu,

und setz ein wenig mich zur Ruh.

 

„Und – Menschen, macht nicht so ’nen Krach,

sonst werd ganz schnell ich wieder wach.“

 

© Rosi M.

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Katz’ und Maus.

 

Es wohnten einst im selben Haus,

die kleine Katze und die Maus.

 

So lange sie noch waren klein,

sollt es wahre Freundschaft sein.

 

Doch irgendwann da wurd’ die Katze groß,

und dachte wohl an eines bloß.

 

Die Spatzen pfiffen es von Nachbars Dach:

„He Mäuschen, werde endlich wach,

 

die Katz hat Dich zum Fressen gern,

drum halt Dich besser von ihr fern.“

 

Mäuschen hat sich das gemerkt,

und versteckt sich in der Erd’

 

Eines Tag’s, man glaubt es kaum,

saß die Katz auf einem Baum.

 

Da konnte sie dann besser sehn,

wo das Mäuschen hin tat gehen.

 

Die Katze meint, sie wäre schlau,

und wartet nun vor einem Mäusebau.

 

Doch das Loch ging nicht zu Mäuschen’s Heim,

denn diese wollte schlauer sein;

 

aus dem Erdloch ist sie lange ausgezogen,

und hat sich vor lachen dabei gebogen.

 

Das Mäuschen war nicht gerade dumm,

und lief im warmen Haus herum.

 

Es war Winter, es war kalt,

und Mäuschen blieb im Hause halt.

 

Die Katze hat derweil ganz schön gefroren,

hatte kalten Schwanz und kalte Ohren.

 

Auf dem Baum saß sie schon lang nicht mehr,

lief nur unruhig hin und her.

 

Irgendwann da wurd’s der Katz zu bunt,

und sie fragte einfach einen Hund:

 

„Hast Du nicht die Maus gesehn ?

Kann vor Kälte fast nicht mehr gehen.“

 

Der Hund meint nur: „Ich geh’ ins Haus,

such Dir selber Deine Maus.“

 

Es wurd’ Frühling und auch wärmer,

und die Katze an Gewicht immer ärmer.

 

Die Maus hat sie noch nicht gefunden,

waren sie doch einst als Kinder so verbunden-.

 

Es wurde Sommer und so heiß,

und der Katze lief der Schweiß;

 

doch die Maus die fand sie nicht,

ganz wütend war schon ihr Gesicht.

 

„Katze, laß das Suchen sein,

denn es ist von Dir nicht fein,

 

dass Du mit einen Freund aus Kindertagen,

füllen willst, Deinen leeren Magen.

 

 

©Rosi M..

 

 

 

                                      

 

  

 

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Familie Gans.

 

 

Der Gänserich und seine Gans,

sie hieß Liesel, er hieß Hans,

 

waren so ein glücklich Paar,

wohnten sie doch an der Saar.

 

Seine Schwester Klara wohnt am Rhein,

doch sie ist da so allein.

 

Konnte keinen Mann nicht finden,

wollte sich so früh nicht binden.

 

Inzwischen ist sie schon uralt –

So geht’s im Leben halt.

 

Da ist auch noch seine Schwester Rosel,

die wohnt schon lange an der Mosel.

 

Aber die ist auch nicht schlauer,

ist verheiratet mit einem Bauer.

 

Und zwei Brüder hat Hans auch.

Bei dem einen ist es seither Brauch:

 

In jedem Jahr ’ne neue Braut;

Diesmal heißt sie Edeltraut.

 

Bruder Oscar wohnt in Trier,

der braucht morgens um acht schon sein Bier.

 

Bruder Klaus war lange nicht zu Haus,

der wanderte vor Jahren aus,

 

Hans hat lange nichts von ihm gehört,

doch ihn das recht  wenig stört.

 

Bruder Heinrich wohnt in Hessen,

den sollt’ man am besten gleich vergessen.

 

Und da ist auch noch Bruder Walter,

der hat sich ganz gut gehalten für sein Alter.

 

Futtern tut er schrecklich gern,

und schaut dabei meistens in die Fern.

 

Und da ist noch der Jüngste – Rainer,

der ist wirklich noch viel kleiner,

 

wohnt bei Mama noch im Haus

und darf im Dunklen allein nicht raus.

 

Zwei Brüder ? Es waren doch mehr,

doch mit dem Zählen hat Hans es nicht so sehr.

 

Seine Familie ist doch nicht so klein,

das sollte nun mal so sein.

 

Lies`chens Familie ist zwar feiner,

nur ... die kennet keiner.

 

© Rosi M.

 

 

       

 

 

 

 

.

 

 

Ein lustiger Igel.

 

 

Es war einmal ein lustiger Igel,

der schaut so gerne in den Spiegel:

 

“Ach bin ich doch ein Kerl so fein,

bin zwar noch ein bischen klein,

 

doch wachsen kann ich immer noch,

muß ich fleißig essen doch.“

 

Vor lauter Spiegelguckerei,

sah er nicht das große Ei,

 

das seine Freundin ihm gebracht.

Hat nur ein dummes Gesicht gemacht,

 

als das Ei sie selber fraß,

und den Freund dabei ganz vergaß.

 

Bald wurd’  der Igel ganz doll krank,

da brachte ihm die Freundin  -ach hab Dank,

 

ein ganz tolles, leckres Futter,

wie einst als Kind seine Mutter.

 

So groß und stark wie er bald war,